2. Game(s)-Show
Ein informativer Abend zum Thema Computerspiel
2. Game(s)-Show
Ein informativer Abend zum Thema Computerspiel
am 12.11.2008
(klicken zum vergrößern)

Zum zweiten Mal präsentierte das Institut für Computerspiel – SPAWNPOINT auf unterhaltsame Weise die kulturelle Seite des Computerspiels und der Gamerszene. Im Café Duckdich, der Engelsburg Erfurt hatten sich interessierte Gäste eingefunden um Spaß, Information und Unterhaltung zu genießen.

Wie in einer richtigen Gameshow gab es natürlich ein Quiz und, wie sollte es anderes sein, ein Computerspiel zu gewinnen. „Gerrit Jauch“ hatte nicht nur 10 knifflige Fragen, sondern auch reichlich Randinformationen zur Peripherie der Games und der Welt rund um die Spiele. Zwar war hier und da ein Joker nötig, um die richtige Antwort zu finden aber am Schluss konnte die Kandidatin sich stolze Gewinnerin nennen und sucht sich „Sacred Gold“ als ihren Preis aus.

„Martin Bublath“ bot anschließend eine „Expedition in Spielreich“ bei der, mit aussagekräftigem Bildmaterial, die Spielerdemografie, die Vorurteile und Klischees über Computerspiele unterhaltsam präsentiert wurden. Natürlich dürfen aber an einem solchen Abend die Kultur und die Kunst nicht zu kurz kommen. Anlässlich der Erscheinung des neuen WoW-Add-ons „Wrath of the Lich King“ lag natürlich nichts näher, als ein klassisches Werk zur Hand zu nehmen und etwas zu modifizieren. Und siehe da, was eben noch der „Der Erlkönig“ hieß war schnell zum „Lichkönig“ verändert. Mit Schauspiel und Videoeinspielung erhielt dieses Werk seinen angemessenen Rahmen. Kulturell blieb es auch vor und nach der Pause. Hier präsentierten die Musiker Thomas Wagner und Max Hohlstein Lieder über Gamer und Games.

In unserer Talkshow „Dein Leben, unser Problem“ hatte sich hinter einer Schattenwand ein bekennender Nicht-Spieler eingefunden, der unter seiner Situation durch soziale Ausgrenzung schwer zu leiden hatte. Insbesondere die Computerrollenspieler, so berichtete er, könnten sein nicht-spielen kaum nachvollziehen. Natürlich handelte es sich hier um eine umgekehrte Darstellung des Computerspielsuchtproblems. Auch wenn der humorvolle Einblick hier zunächst als Diskussionsgrundlage diente und zu einer reflektierten Herangehensweisen verhelfen sollte, so war es Martin Geisler und Gerrit Neundorf in der anschließenden Erläuterung wichtig dieses potenzielle Problem nicht zu verharmlosen.

Was es aus philosophischer Sicht bedeutet heutzutage online zu sein rezitierte noch einmal Max Hohlstein der, bildlich unterstützt, ein Werk von Sebastian 23 zum Besten gab. Und obwohl er zu Recht fragte, wer seinen Text vor 20 Jahren oder vor 10 Jahren oder heute verstanden hätte, kommt er letztlich zum Schluss „Ich bin online, sonst nicht.“

Online waren wir auch gemeinsam beim Live-Einblick in das Training der Clans -=LOKI=- und [F.U.N.]. Überaus zahlreich waren die Spieler unserer Einladung gefolgt und konnten sich via Teamspeak direkt mit unseren Publikum vor Ort austauschen. Der Clanleader von -=LOKI=- erläuterte wie ein Clan entsteht, was ihn zusammenhält und das die Spieler dieser Clans Menschen sind die auch sonst mitten im Leben stehen und keineswegs eine Außenseiterposition einnehmen. Im Gegenteil, das worum es ihnen geht, ist der Spaß am gemeinsamen miteinander und am sozialen Austausch.

Aus diesen Einblicken entstand im Anschluss eine Vielzahl von Fragen, der sich Martin Geisler und Gerrit Neundorf gern stellten. Insgesamt war die zweite Game(s)Show ein großer Erfolg. Nicht zuletzt, weil durch die Unterstützung der Youth Company, sowohl vor als auch hinter der Kulisse eine Menge Hilfestellung und in der Vorbereitung viel Ideenreichtum erbracht wurden.

Zukünftig möchten wir die „Game(s)Show“ gern im Rahmen von Tagungen und Messen im Kontext von Computerspielthemen anbieten. Ein solcher Einblick mag sicher dazu verhelfen einen erweiterten Einblick in die Szene zu bekommen und sich einzelnen Themen objektiv zu widmen.

[Fotos]


[Trailer]


<< zurück zu Modul 2