Veranstaltungen

Modul 2: Kunst, Sport & Kultur
06.-09.11.2008

"Gamemovies" Workshop zu den 25. Videofilmtagen in Gera
…und wir waren wieder mit dabei!

Inhalt
1. Einleitung
2. The Movies
3. Moviestorm
4. GTA: San Andreas
5. Fotos und Ergebnisse
6. Links

1. Einleitung

Nach einem weiteren Jahr der intensiven Auseinandersetzung mit Computerspielen und deren kulturellen Bedeutung, innerhalb des Instituts hatten wir erneut die Gelegenheit die Videofilmtage mit einem Gamemovieworkshop (jetzt mal extrem selbstbewusst ;) ) zu bereichern. Die positiven Resonanzen aus dem letzten Jahr gaben uns den Auftrieb, den Workshop etwas zu erweitern, in dem wir dieses Mal mit 3 Möglichkeiten des Filmemachens angereist waren. Dies war u.a. deshalb möglich, da wir aus Reihen der Youth Company tatkräftige Unterstützung in der Vorbereitung und Durchführung des Workshops erhielten.

P.S.: Kleine Notiz am Rande – Eike Rösch, der letztes Jahr an unserem Workshop teilnahm, setzte die erworbenen Impulse in einem medienpädagogischen Projekt um und konnte mit dem Ergebnis deutschlandweit Preise erlangen! (Stolz sei :) )

Im Folgenden nun die Erfahrungsberichte der Co-Workshopleiter und Workshopleiter:

2. The Movies

Eines der eingesetzten Spiele im Workshop war „The Movies“ vom immer wieder sich und seine Spielewelten neu erfindendem Peter Molyneux. Auch wenn der Titel nicht mehr ganz der J üngste ist, ist das Spielprinzip wie geschaffen um Gamemovies zu erstellen – was nicht verwundert denn darum geht es ja auch in „The Movies“… Für unseren Workshop haben wir jedoch bewusst auf die Simulationsanteile im Spiel verzichtet und uns rein dem sogenannten „Sandkasten“ gewidmet, welcher zum direkten Filmemachen konzipiert wurde.
Spannend war, dass sich die Teilnehmer schon auf ein Thema geeinigt hatten, bevor es mit dem Workshop eigentlich losging – „Star Wars“ durfte es mal wieder sein. Scheinbar geht der Fangemeinde die gefühlten 4000 Stunden Saga immer noch nicht genug in die Tiefe. Also wurde ein weiterer Teil dazu geschrieben.
Aus medienpädagogischer Sicht bietet „The Movies“ wohl das beste Potential der eingesetzten Titel. Auf sehr einfachem, spielerischem Wege können in kurzer Zeit komplette Filme erstellt werden. Vom Drehbuch, über die Aufnahmen bis zur Postproduktion und die Veröffentlichung des Films, alles kann innerhalb von „The Movies“ erstellt werden. Es sind keinerlei zusätzliche Tools wie Bildschirmaufnahmeprograme, Schnittprogramme oder externe Nachvertonung nötig. Natürlich kann man die erstellten Filme in externen Schnittprogrammen veredeln, aber für oftmals zeit- und ressourcenbegrenzte Projekte der Medienpädagogik bringt „The Movies“ von Hause aus alles mit.
Da „The Movies“ mit vorgescripteten Sequenzen arbeitet, welche jedoch durch freie Kameraperspektiven beeinflusst werden können, kamen auch hier die Teilnehmer an programmtechnische Grenzen, die jedoch durch viel Fantasie und Know How wettgemacht werden konnten.
„The Movies“ ist ein Spiel, welches die Möglichkeit bietet Kurzfilme, aber auch 90 Minüter in relativ kurzer Zeit zu erstellen – vorausgesetzt man hat die tragende Geschichte dafür ;)! Ganz nebenbei erwähnt, war „The Movies“ das einzige Tool im Workshop, welches nicht einmal abgestürzt ist!!!

von Gerrit Neundorf

3. Moviestorm

Neben „GTA San Andreas“ und „The Movies“ stand das movie-making Tool „Moviestorm“ zur Erstellung animierter Filme in diesem Workshop zur Auswahl. Mit diesem kostenlosen Tool, ja man kann es sich einfach auf der Hersteller-Homepage runterladen, ist es möglich den Prozess zur Filmherstellung näher bzw. besser kennen zu lernen. Vom Script über passend, ausgewählte Emotionen und Bewegungen der „Darsteller“, bis hin zu diversen Kameraeinstellungen und Schnitt, ist alles gegegben.
Negativ fällt allerdings auf, dass „Moviestorm“ zur Zeit nur in englischer Sprache vorhanden ist, Erweiterungen und neue Sets nur käuflich zu erwerben sind und der Hardware des Computers relativ stark belastet wird. Das heißt, man sollte sich gut mit Englisch auskennen, möglichst kurze Filme (1 bis 2 Minuten) oder mehrere Parts (von bis zu 1 Minute) erstellen und nicht zu viel Inhalt hinein packen wollen. So kamen neben Lust auch Frust bei den mit „Moviestorm“ arbeitenden Teilnehmern auf.
Nach einer gewissen Einarbeitungszeit, um möglichst viele Funktionen des Tools kennen zu lernen, wurden auch die ersten Ideen geschmiedet. Handlungsabläufe, Gespräche und die Hintergrundstory entstanden, die Darsteller wurden in Szene gesetzt und die Kamera je nach Bedarf positioniert. Hierbei wurde der Tatendrang zur Genauigkeit und einer guten Story bei den Teilnehmern deutlich sichtbar und kleine Fehlerteufel sorgten für Lacher. Das Einzige was wie bereits erwähnt ein wenig frustrierte waren diverse Bugs, eine erlahmte Hardware und begrenzte Möglichkeiten des kostenlosen Tools.

Fazit: Den Teilnehmern ist es dennoch gelungen einen vorzeigbaren Film, der von der Optik her an „Sims“ oder „The Movies“ erinnert, zu erstellen.

von Diana Breternitz

4. GTA: San Andreas

Teil 3 des Gamemovie Workshops wurde mit „GTA: San Andreas" und den dazugehörigen Tools (San An Studios 3.3; SA CamHack; Fraps) angeleitet. Im Gegensatz zu den anderen Programmen (The Movies / Movie Storm) ist GTA das einzige populäre Computerspiel, das auch außerhalb der Gamerszene bekannt ist.
Zur Erstellung der Gamemovies und extra Handhabung des Spiels werden oben genannte Programme verwendet, die beispielsweise ermöglichen eigene Figuren und Fahrzeuge zu erstellen, diesen Befehle zu geben, Wetterbedingungen jederzeit zu ändern und völlig freie Kameraperspektiven bieten. Es sind sehr komplexe und zeitaufwendige Arbeitsschritte die die Programme mit sich bringen und so mussten auch die Teilnehmer dieses Workshops ein bisschen mehr Geduld haben. Nicht nur weil es lange dauert die verschiedenen Steuerungselemente zu verstehen, dann jede einzelne Figur zu positionieren, ihr Befehle zu geben, die Kamera einzustellen, die richtige Location zu wählen...und und und.... ...sondern auch deswegen weil die Technik bei solchen Anforderungen des Öfteren mal streikt und die Programme auch gern mal abstürzen.
Die Teilnehmer haben es aber mit Fassung getragen und sind sogar mit Begeisterung fleißig ans Werk gegangen. Es war eine richtige Herausforderung für sie!
Was die Ideen betrifft kam alles von den Teilnehmern selbst, lediglich bei der Umsetzung im spielerischen Aspekt habe ich ab und zu geholfen und Unterstützung geleistet.

Im Großen und Ganzen war es ein sehr gelungenes Projekt, die Arbeit war immer im vollen Gange und der Spaß daran kam nie zu kurz.

von Max Hohlstein

5. Fotos und Ergebnisse

[Fotos vom Workshop]

[Der Film: "Ein Film im Film mit Film" - Gamemovie der 25. Videofilmtage]

Part 1


Part 2

6. Links

[Blogeintrag - Preisträger bei MB21 und VFT08 - von Eike Rösch]


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